Die Weltnachrichten, live aus Astoria City.
Präsentiert von Jay Anderson
(in Zukunft kommen alle Nachrichten in diesen Thread. Wir wollen ja nicht spammen
)
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Brissac, Barnstorvia
Innenpolitisch im wahrsten Sinne des Wortes hohe Wellen hat das Militärmanöver vom 9.2. diesen Jahres in Barnstorvia geschlagen. Die Teilname Ratelons an besagtem Manöver führte zu einer Regierungskrise, die nun beigelegt scheint.
Nicht schlecht hatten die Abgeordneten der national konservativen Loge de l'Aristocratie nationaliste geschaut, als sie am Tag nach dem gemeinsamen Manöver der astorischen, albernischen und barnstorvischen Marine, aus der Zeitung erfuhren, daß auch Einheiten der Demokratischen Union Ratelon auf Einladung Astors und Albernias an dem Manöver teilgenommen hatten. Dabei gab es wohl einen guten Grund, die Teilnahme Ratelons nicht an die große Glocke zu hängen. Für weite Teile der barnstorvischen Gesellschaft ist der große westliche Nachbar seit den Tagen des Weltkrieges ein rotes Tuch. Unter der Militärregierung bis 2006 beschränkte sich die barnstorvische Außenpolitik im Wesentlichen auf ein Ignorieren des "Erbfeindes". Im neuen Königreich dagegen werden revanchistische aber auch versöhnliche Forderungen nun wieder deutlicher artikuliert.
Besonders unerbittlich ist dabei das national-konservative Lager, daß die Furcht vor einem erneuten Krieg aufrecht erhält. Für die national konservative Loge de l'Aristocratie nationaliste, Juniorpartner der Koalition mit der l'Alliance Impériale, stellte die ratelonische Teilnahme am Manöver daher eine besondere Zerreißprobe dar, zumal sie noch dazu den Verteidigungsminister stellt, der, zum Zorn der wütenden Parteibasis, schon vorher von den Manöverplänen gewusst haben muss. Andererseits sollen führende LAN Minister in der Nacht nach dem Manöver bereits mit Rücktritt gedroht haben. Die Fraktion der LAN im Parlament war ausser sich und verlangte in einer Generaldebatte umfassende Aufklärung.
Darüber hinaus musste die Partei einen Sonderparteitag einberufen, in dem es zu heftigen Debatten und scharfen Angriffen kam. Die Stimmung eskalierte so weit, daß der Verteidigungsminister Simiand, der das Vorgehen der Regierung verteidigte, von den Delegierten mit Eiern beworfen wurde. Quelle
Am konnte sich die Partei am Ende auf eine gemeinsame Linie verständigen, die die Verabschiedung einer Resolution im Parlament vorsieht, in der das Vorgehen der Regierung und die Teilnahme Ratelons am Manöver verurteilt wird. Sollte diese Resolution angenommen werden, was aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Parlament als wahrscheinlich gilt, wäre die Regierungskrise wohl abgewendet.
Mit dem gefundenen Weg konnten aber nicht alle Kritiker zufrieden gestellt werden. So kündigte der bisherige LAN Abgeordnete Mathis Pinchon an, bei der nächsten Parlamentswahl mit einer eigenen Liste, der "Conscience national", dem "nationalen Gewissen"antreten zu wollen. Quelle
Nur noch Unverständnis riefen die Querelen im Lager der Sozialisten hervor, die die anti-ratelonische Haltung in rechten Kreisen für überholt halten und sich für einen Dialog mit Manuri einsetzen.Die Tatsache jedoch, daß dieses Manöver in Barnstorvia zur Zersplitterung einer Regierungspartei und fast zum Zerbrechen der Regierung geführt hätte, zeigt jedoch, wie brisant das Thema Ratelon in der barnstorvischen Politik nach wie vor ist. Gelassener nahmen es da die Kaberettisten. Der berühmte barnstorvische Late Night Talker Jaques Alain kommentierte: "Wahrscheinlich hat es unseren Jungs einfach Spaß gemacht, schon mal so auf ratelonische Schiffe zu schießen."
Owase, Osan
Zwölf Tage sind mittlerweile seit dem Militärputsch in Osan vergangen, der am 12.2. mit dem Einmarsch der kaiserlichen Armee in der Haupstadt und der Besetzung der Innenstadt und des Parlaments begann. Einen Tag später, schlossen sich auch die anderen Teilstreitkräfte dem Aufstand an und General Isoroku Yamasoto erklärte sich zum Chef der Übergangsregierung. Äußerlich nahm die Bevölkerung das Geschehen seit dem gelasen hin. Protest kam jedoch von der linken Komeito Partei. Diese wandte sich in einem Hilfsgesuch an die Volksrepublik Tchino. Dies führte zu Durchsuchungen in der Parteizentrale und schließlich zur Verhaftung von Akira Toriyama, einem Funktionär der Komeito.
International gab es bisher kaum Reaktionen auf den Putsch. Lediglich Severanien schickte eine Protestnote nach Osan, die scharf zurückgewiesen wurde. Diplomatische Verwicklungen drohen dagegen mit dem Gelben Reich. Im Zuge des Putsches wurde auch Te Mai, eine Adlige aus dem Gelben Reich, die sich derzeit in Osan befindet, unter Spionage Verdacht verhaftet. Bisher jedoch reagierte man in Tsingtao eher zaghaft. Eine Protestnote lief ins Leere. Weitere Schritte wurden noch nicht unternommen.
Manuri, Ratelon
Gestern, in den späten Abendstunden, berichtete die "Rot.Schrift", die von einem führenden PDSR Mitglied herausgegeben wird, über ein Ende der Regierungskoalition aus FDU, SPR und LL. Die Nachrichtenlage war jedoch unklar, da bis zum jetzigen Zeitpunkt kein einziges öffentliches Statment eines Regierungsmitglieds oder Koalitionspartners vorliegt. Heute morgen wurde die Nachricht dann auch von der Klatsch und der AVZ in Ratelon gedruckt.
ANN gelang es gegen Mittag, eine exklusive Stellungnahme von Unionskanzler Klatten zu den Gerüchten zu erhalten:
QuoteDisplay MoreANN: Die, der PDSR nahestehende, Zeitung "Rot.Schrift" berichtete vor wenigen Stunden, daß die Regierungskoalition in Ratelon geplatzt sei. Entspricht dies der Wahrheit?
Klatten: Das ist korrekt. Nach den Querelen um den Bündnisvertrag mit dem Gelben Reich und dem Misstrauensantrag gegen Parlamentspräsident Charles Dowan hat die Unionsregierung keine solide Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der bisherigen Partner.
ANN: Gab der Streit um den Bündnisvertrag mit dem Gelben Reich den entscheidenden Ausschlag? Wie bewerten sie das Verhalten der PDSR in diesem Konflikt?
Klatten: Der Vertrag an sich war nur ein Grund unter Verschiedenen. Die PDS-R an sich war stets ein guter Partner. Aber leider trifft dies nicht auf alle der Partei zu. Mehr Kommunikation hätte sicher einiges anders laufen lassen.
ANN: Wie wird es jetzt weitergehen? Streben sie Koalitionsgespräche mit der UFD an oder wird die Koalition versuchen, unter einer neuen Führung weiter zu arbeiten?
Klatten: Das Wichtigste ist es, nun eine solide Mehrheit für eine gute Regierungsarbeit zu schaffen.
Damit endet eine Koalition unter ungleichen Partnern. Es hatte für viel Wirbel gesorgt, als die liberale FDU bei den vorletzten Wahlen eine gemeinsame Koalition mit der sozialistisch/kommunistischen Linken Liste einging, um Dauerherrschaft der VfD und Maximilian Rohan Mason zu beenden. Die Opposition sagte ein baldiges Scheitern dieser Koalition der ideologischen Gegensätze vorraus. Einige FDU Mitglieder trugen die Entscheidung nicht mit und gründeten eine neue Partei. Trotz allem konnte sich die Koalition eine Legislaturperiode halten und stabil regieren. Bei den letzten Wahlen erhielt sie erneut eine Mehrheit.
Diese war jedoch bereits in Gefahr, als die Freisteinische Volkspartei, die mit ihrem Mandat die Koalition bisher toleriert hatte, den Rückzug aus der Unionspolitik bekannt gab.
Was nun geschieht ist völlig offen. Die nächsten regulären Wahlen zum Unionsparlament finden erst im April statt. Möglich wäre eine vorzeitige Auflösung des Unionsparlaments und Neuwahlen. Kanzler Klatten könnte ebenso versuchen, mit der SPR alleine eine Minderheitsregierung zu führen, was ihm jedoch aufgrund des starken Drucks der neuen UFD und der Linken Liste schwer fallen dürfte. Einiges spricht auch dafür, daß es nun doch zu einer bürgerlichen Koalition mit der UFD kommt. Dies dürfte jedoch personell schwierig werden. Schließlich haben sich beide Parteien in der jüngeren Vergangenheit stark bekämpft.
Timor, Futuna
Besorgniserregende Mitteilungen machte heute einmal mehr das Oberkommando der futunischen Streitkräfte. So befahl der Shah dem Oberkommando:
Quote"Auf Grund der jüngsten Äußerungen Sebulons, befehle ich hiermit die Ausführung des Befehls Sechsundsechzig. Tun Sie bitte Ihre Pflicht, Arsham."
Dieser bestätigte den Befehl, dessen Inhalt bislang unklar ist und erklärte zusätzlich:
QuoteDesweiteren plant Leduveia scheinbar eine Provokation gegen unseren Schutz der Natur in der Südpolarregion. Es wurde die Anweisung erteilt, eine friedliche Einigung zu suchen. Zur Sicherheit wurde ein Flottenverband in die betreffenden Gewässer versandt.
Inzwischen brachte Futuna eine Konvention zum Schutz und zur Neutralität der Polgebiete in den Council of Nations ein. Ob sich die anderen Nationen von der Aufrichtigkeit des Antrags angesichts des futunischen Flottenverbandes überzeugen lassen, dürfte zweifelhaft sein.
Manuri, Ratelon
Das ging offenbar sehr schnell. Bereits heute Abend gab Jonathan Metternich, Parteivorsitzender der UFD bekannt, daß seine Partei, in einer Koalition mit der FDU bis zum Ende der Legislaturperiode regieren will. Metternich selbst soll dabei dem Unionsparlament als Kanzler vorgeschlagen werden. Den amtierenden Unionsminstern wurde bis auf Vizekanzler Carter (SPR) ein Verbleib in ihren Ressorts angeboten.
Diese Entscheidung kam schneller als gedacht und lässt Spekulationen darüber zu, ob es unter Umständen schon seit längerer Zeit Konsultationen über eine Regierungsumbildung gegeben haben könnte. Zu den Zielen der neuen Regierung in der Zeit bis zur nächsten Wahl erklärte Metternich:
"UFD und FDU werden in der verbleibenden Zeit bis zu den nächsten Parlamentswahlen die Weichen der Demokratischen Union in die richtige Richtung stellen, das Unionsparlament stärken, die Entscheidungsfindung am Unionsgericht vereinfachen, die internationale Position unseres Landes ausbauen und gesetzliche Regelungen dem Stand der Zeit anpassen."
Manuri, Ratelon
Vor wenigen Minuten erreichte uns die Nachricht, daß auf den Unionskanzler der demokratischen Union Ratelon Opfer eines Attentats geworden ist. Er verließ gerade das Kanzleramt, um sich mit Präsident Evans zu treffen, der gerade zum Staatsbesuch in Ratelon weilt. Nach ersten Augenzeugenberichten fielen kurz nacheinander zwei Schüsse. Klatten brach zusammen und wurde per Helikopter in ein Militärkrankenhaus in Manuri geflogen.
Gerade eben gab der Sprecher des Unionskanzleramtes folgende Erklärung ab:
"Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie unter den aktuellen Umständen nicht ins Unionskanzleramt vorlassen können. Auf den Unionskanzler wurden vor wenigen Minuten bei dessen Verlassen des Gebäudes zwei Schüsse aus der Ferne abgegeben. Theodor Klatten verlor sofort das Bewusstsein und wurde durch einen in ständiger Bereitschaft stehen Hubschrauber ins nahe Militärkrankenhaus geflogen. Er kam unverzüglich in den OP, die Notoperation läuft in diesen Minuten an. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir Sie informieren. Der Zutritt zum Krankenhaus bleibt Ihnen verwehrt."
Manuri, Ratelon
Trauer um den Unionskanzler! Wie die Mutter von Theodor Klatten vor wenigen Minuten in Manuri mitteilte, erlag der ratelonische Politiker um14:06 seinen Verletzungen. Ines von Winkler-Klatten erklärte: "Seine Frau Aimee Josphine war die letzten Stunden immer bei ihm. Die Familie dankt für die große Anteilnahme und bittet darum, in dieser schweren Stunde unter sich bleiben zu dürfen"
Manuri/Astoria City
Noch sind die Hintergründe des Attentats auf Unionskanzler Klatten völlig unklar und die Spekulationen schießen wie Pilze aus dem Wald. Das ratelonische Boulevardblatt "Klatsch" machte heute sogar mit der Theorie auf, die Drahtzieher wären in Astor zu finden.
In Manuri scheint es jedoch nach neuesten Informationen eine neue Spur zu geben. Möglicherweise steht das Attentat wirklich in einer Beziehung zum astorischen Staatsbesuch in Ratelon. Wie Kreisen der ratelonischen Polizei durchsickerte, ist der Polizeischutz von Dwain Anderson, dem astorischen Secretary of State, auf Anordnung des Unionspräsidenten deutlich erhöht worden. Gerüchten zur Folge ist dieser Maßnahme ein Vorfall im Hotelzimmer von Secretary Anderson vorausgegangen. Eine Mitarbeiterin berichtet, daß ein Zettel mit folgender Aufschrifft in der Suite gefunden wurde: "Verlassen Sie das Land oder es wird Ihnen genauso ergehen."
Dwain Anderson zog daraufhin vom Hotel in die astorische Botschaft um. Dort gab er heute folgendest Statment ab:
Quote"Als ich die Nachricht aus dem Fernsehr erfahren habe war ich schockiert. Ich habe gestern noch mit Herrn Klatten zu Abend gegessen und heute Mittag haben wir noch Gespräche geführt. Leider bekommt man keine Auskunft über seinen Zustand. Ich hoffe allerdings, daß er nicht schwer verletzt wurde. Ich warte jede Minute auf mehr Informationen. Der Attentäter muss geschnappt und verurteilt werden."
Bislang wollte die Botschaft die Gerüchte um eine verschärfte Sicherheitslage für den astorischen Politiker nicht kommentieren. Anderson wird noch zwei Tage in Ratelon bleiben und dann nach Albernia weiterreisen.
Manuri, Ratelon
In Ratelon überschlagen sich die Ereignisse. Die Infrastruktur des Landes ist vor wenigen Stunden offenbar komplett zusammen gebrochen. Die Hintergründe sind derzeit völlig unklar.
Siehe hier
Ich hoffe, Mr. Anderso genießt seinen Aufenthalt in diesem gestraften Land...
QuoteOriginal von Teri Shark
Ich hoffe, Mr. Anderso genießt seinen Aufenthalt in diesem gestraften Land...
Tja, wäre er heute lieber doch hierher gereist. ![]()
Astoria State, Astor
Wie unser Hauptstadtkorrespondenten Charles Whiting soeben erfahren hat wurde Dwain Anderson, Secretary of State, heute Abend ins Skywalter Militärhospital in Astoria State eingeliefert. Unbestätigten Meldungen zur Folge hat Anderson eine Herzattacke erlitten. Eine akute Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, ist im Umfeld des Ministers zu hören. Es wäre Andersons zweite Herzattacke innerhalb eines Jahres. Den ersten Anfall erlitt der heutige Secretary of State auf dem Rückflug von einem Staatsbesuch in Leduveia im August letzten Jahres. Was dies für die persönliche und politische Zukunft von Dwain Anderson bedeutet ist derzeit noch unklar. Das Department of State, wie auch das Weiße Haus, haben jedenfalls bislang nicht Stellung bezogen.
South Dessentik
Von der Eskalation der Krise in der Antarktis ist nun wohl auch die astorische Expedition in der Antarktis betroffen. Aurora hatte gestern Abend angekündigt, seinerseits einen Teil der Antarktis zu besetzen und Futuna zurückzudrängen. Dabei wurde ein Gebiet östlich des futunischen Anspruchsraums als "Schreiner Terretory" deklariert. In diesem liegen jedoch auch die von der astorischen Expedition errichteten Versorgungsbasen Port Barret, sowie die geplante Victor McSmith Station, wie auf der gestern von der NAF veröffentlichten Karte zu erkennen ist.
Ebenso von den aurorischen Ansprüchen betroffen wäre wohl Chester und Smithonian Island. Bisher gibt es jedoch keine Berichte darüber, daß in diesen - vom futunischen Anspruchsgebiet weiter entfernten - Gebieten tatsächlich aurorische Truppen gelandet sind.
ANN ist nun telefonisch mit Leiter der Expedition, Dr. Barret verbunden:
QuoteDisplay More
ANN: Dr. Barret, wie ist die Situation bei Ihnen vor Ort?Dr. Barret: Bisher haben wir keine Probleme. Wir setzen die wissenschaftlichen Arbeiten fort.
ANN: Was ist mit dem Team, daß den Südpol erreichen soll?
Dr. Barret: Derzeit sehen wir keinen Anlass, den Versuch abzubrechen. Darüber hinaus verläuft die Route ab der McSmith Station außerhalb des kritischen Gebiets. Ich bin jedoch nicht sicher, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird.
ANN: Welche Auswirkungen haben die Ereignisse langfristig auf ihr Engagement?
Dr. Barret: Ich bin kein Politiker, sondern nur Wissenschaftler, dem es darum geht, hier zu forschen. Ich bin daran interessiert, Erkenntnisse über diesen weitestgehend unerforschten Kontinent zu sammeln und dabei jede übermäßige Belastung für das Ökosystem zu vermeiden. Allerdings können wir langfristig nicht unter solch instabilen Bedingungen arbeiten. Wir brauchen Planungssicherheit und ich kann nicht riskieren, daß meine Leute unter Umständen wegen einer Verschärfung der Lage womöglich in dieser lebensfeindlichen Umgebung eingeschlossen werden. Hier ist politisches Handeln gefragt. Ich hoffe daher, daß sich die Gemüter schnell beruhigen, damit wir unsere Arbeit machen können.
ANN: Dr. Barret, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Der Finanzier der Expedition, Gorden Chester, fand derweil deutliche Worte. In einer Presserklärung lies er verlauten:
Quote"Ich bin äußerst erschüttert über die aktuellen Vorfälle in der Antarktis. Einerseits ist es untragbar, daß einzelne Staaten diesen unberührten Flecken Natur für ihre Machtspiele benutzen, andererseits ist es ein Skandal, daß die astorische Regierung dabei tatenlos zusieht. Es geht hier auch um die Sicherheit meiner Männer und Frauen, astorischer Bürger. Wenn die halbe Welt verrückt spielt, sollte unsere Regierung auch für deren Schutz sorgen. Wenn sie das nicht will oder kann, sehe ich unter den aktuellen Umständen kaum eine Möglichkeit, mein Engagement in der Region fortzusetzen. Ich bezahle viel Geld für die Finanzierung friedlicher Forschung, aber ich tue das bestimmt nicht, damit Aurora die astorischen Stationen annektiert."
Astoria City, Astor
Lange hat die Regierung in Astoria zu den Vorfällen geschwiegen, heute gab Präsident Evans vor dem Kongress die Marschroute Astors bekannt. Astor habe nicht vor aktiv in den Konflikt einzugreifen, erklärte der Präsident. Allerdings kündigte er an, zum Schutz der astorischen Forschungseinrichtungen, sechs Zerstörer in das Gebiet zu entsenden. Er erklärte:
QuoteAndere Staaten haben nicht so friedlich reagiert wie wir, auf all die Schritte von Futuna. Aurora hat einen Schlussstrich gezogen und bemüht sich einen Abzug Futunas aus der Antarktis zu erzwingen. Dies ist ihr gutes Recht, solange keine Unbetroffenen davon betroffen werden und Astor oder unsere Verbündeten nicht darunter zu leiden haben.
Wir haben lange beobachtet und beschlossen, dass wir nicht in den Konflikt eingreifen. Eines merke ich aber an: Staaten die aus machtpolitischen Interesse einen unberührten Kontinenten beanspruchen sind Feinde des Weltfriedens. Es ist jedoch auch wichtig, dass man im Sinne der Forschung und des Fortschritts des Menschen die Orte nutzt, die Gott uns geschaffen hat. Um dies zu gewährleisten habe ich mich entschlossen in Zusammenarbeit mit dem DoD sechs Zerstörer vom Typ "Mice" in der näheren Umgebung der Antarktis zu stationieren. Sie werden die astorischen Bestrebungen des NAF sichern und das Kräftegleichgewicht wieder herstellen. Wir tolerieren keine Inbesitznahme der Antarktis.
Gerade in dieser außenpolitisch bewegten Zeit ist es für Astor wichtig Präsenz zu zeigen und auf die Ereignisse in unserem Sinne und dem unserer Verbündeten einzuwirken.
In Astor waren gestern Befürchtungen artikuliert worden, daß die astorische Expedition, die derzeit in der Antarktis unterwegs ist zwischen die Fronten geraten könnte. Gleichzeitig war bekannt geworden, daß sich das von Aurora gestern beanspruchte Gebiet über die astorischen Stationen erstreckt hätte. Im Zuge dessen hatte der republikanische Senator Andrew Madison heute dem Kongress ein Gesetz vorgelegt, daß die Regierung auf den Schutz der astorischen Einrichtungen verpflichten soll.
Unterdessen scheinen sich die Wogen zwischen Aurora und Futuna allerdings wieder zu glätten. Aurora gab heute den Abzug seine Truppen bekannt. ÖLediglich ein U-Boot und ein Versorgungsschiff sollen vorerst zurückbleiben.
Brissac, Barnstorvia
Kanzler Georges Millerand, der in Barnstorvia seit gut zwei Monaten regiert, hat heute in einer Regierungserklärung vor der Assemblée Royale seinen Rücktritt erklärt. Er begründete seinen Schritt mit den veränderten Mehrheitsverhältnissen in der Assemblée nach den Wahlen Mitte März:
Quote"Wie Ihnen allen zu Freud oder Leid bekannt ist, hat meine Partei bei den vergangenen Wahlen einen massiven Verlust an Mandaten in der Assemblée Royale erleben müssen. Aus diesem Grunde waren Verhandlungen zwischen den Regierungsparteien geboten, um Personal und Programmatik an die neuen Stimmverhältnisse anzugleichen. Um für die angesprochenen Gesetzesprojekte im Bereich des Justizwesens eine ausreichend breite Mehrheit von zwei Dritteln zu haben, wurde zudem die Conscience Nationale zu diesen Gesprächen hinzugebeten. Das Resultat dieser Gespräche ist eine umfassende personelle Neuorientierung der Regierung, sowie ein Wechsel an der Führungsspitze."
Nachfolger im Amt des Kanzlers soll nach der Aussage des scheidenden Amtsinhabers der nationalkonservativen Loge de l'Aristocratie, Laurant Daladier, werden. Darauf haben sie die Partner der neuen Koalition verständigt. Daladier gilt als Vertreter des rechten Flügels seiner Partei. So hatte er die Teilnahme der Demokratischen Union Ratelon an einem gemeinsamen Manöver im Februar scharf kritisiert. Der Wechsel an der Führungsspitze der Regierung dürfte daher vor allem als Konzession an die Conscience Nationale zu verstehen sein, die sich infolge des Manövers, dem auch der Verteidigungsminister der LAN, Henri Simiand zugestimmt hatte, aus der LAN abgespalten hatte.
Brissac, 03.04.07
Laurant Daladier, der gestern von der Königin zum neuen Kanzler des Königreichs Barnstorvia ernannt worden war, gab heute eine erste öffentliche Erklärung ab. Diese widment sich vor allem der außenpolitischen Lage des Königreichs und spiegelt einmal mehr das tiefe Misstrauen der barnstorvischen Konservativen gegenüber dem westlichen Nachbarn, den Staaten der Demokratischen Union, wider. [Quelle] So erklärte Daladier:
Quote"Es muss Ziel unserer Politik bleiben, die imperianische Gefahr zu neutralisieren."
Besonders besorgt zeigte sich der neue Regierungschef über eventuelle ratelonische Ambitionen, der Terreanischen Allianz beitreten zu wollen. Als Reaktion auf die derzeitige Einschätzung der sicherheitspolitischen Lage gab der Kanzler weitere Investitionen im Rüstungsbereich bekannt, in deren Rahmen unter Anderem zwei neue Flugzeugträger gebaut werden sollen.
Obwohl ein neuer Kanzler in Brissac nun das Zepter in der Hand hält fielen die Kabinettsumbildungen insgesamt bescheiden aus. Sowohl Ex-Kanzler Georges Millerand als Innen- und Justizminister, als auch Deric Rhodenstein als Kolonial- und Kriegsminister gehören erneut dem Kabinett an. Neu ist Mathis Pinchon als Außenminister. Gerade diese Personalentscheidung dürfte jedoch interessant sein. Schließlich ist Pinchon Mitglied der konservativ-nationalen CN.
Unterdessen hat die sozialistische Opposition in Barnstorvia einen Rückschlag erlitten. Ihr populärster Politiker, Profil von Jean Baptiste Martailly, zog sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem politischen Leben zurück.
Brissac, Barnstorvia
Wie Kanzler Daladier heute in einer Regierungserklärung vor dem barnstorvischen Parlament bekannt gab, plant Barnstorvia die nukleare Aufrüstung. Er erklärte in seiner Rede:
Quote"Wie sie alle in den letzten Tagen verfolgen konnten, ist die Welt derzeit alles Andere als ein sicherer Ort. Es gibt zahlreiche Elemente, die den Frieden und die Sicherheit unseres Staates bedrohen. Das Königreich muss diesem Umstand mit seiner Sicherheitspolitik gerecht werden. Die Regierung hat daher beschlossen, die Erforschung der Nukleartechnologie zu militärischen Zwecken wieder aufzunehmen"
Bei der Erforschung atomarer Waffen begibt sich das Königreich dabei nicht auf völliges Neuland. Der Kanzler verwies auf bestehende zivile Technologie in Barnstorvia sowie auf ein Nuklearwaffenprogramm aus den Neunziger Jahren, welches von der damaligen Militärregierung verfolgt wurde. Experten gehen davon aus, daß aufgrund dieser Vorkentnisse Barnstorvia in relativ kurzer Zeit in der Lage sein könnte, Uran anzureichern und erste Sprengköpfe herzustellen. Der Kanzler jedenfalls kündigte an, daß man bereits in diesem Jahr erste Tests durchführen könne und wolle.
Valsato/Astoria City
Nach Gerüchten aus dem Umfeld des heiligen Stuhls erwägt der Papst, den derzeitigen Metropoliten von Astor und Kardinal-Großinquisitor, Giovanni Kardinal Lombardi, Erzbischof von Amada, in den Ruhestand zu versetzen. Zwar existiert mit Anthony D. Valera ein zweiter astorischer Kardinal, doch der soll eine Nachfolge von Lombardi bereits aus Altersgründen abgelehnt haben. Dies könnte möglicherweise den Bestand der Kirchenprovinz Astor gefährden, wenn sich dauerhaft kein neuer Metropolit finden würde.
Brissac, Barnstorvia
Neuer Zündstoff für die Beziehungen zwischen der Demokratischen Union und dem Königreich Barnstorvia. Nach Informationen eines Insiders wurden bereits im letzten Jahr im barnstorvischen Kriegsministerium umfangreiche Pläne für einen Krieg gegen die Demokratische Union erstellt.
Die Information stammt aus dem Kriegsministerium selbst. Ein hoher Offizier, der nachweislich im letzten Jahr im Planungsstab des Ministeriums gearbeitet hat, berichtete ANN, an der Erstellung eines streng vertraulichen Plans mit dem Titel "Machbarkeitsstudie zur Durchführung präventiver Maßnahmen offensiver militärischer Art gegen die Demokratischen Union" beteiligt gewesen zu sein.
In der Studie werden die Möglichkeiten politischer Einflußnahme auf die Innenpolitik der Demokratischen Union, mögliche Argumente für einen Waffengang, sowie dessen militärische Durchführung erörtert. Der Mitautor sagte ANN:
Quote"Konkret ging es darum Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die DU innenpolitisch destabilisiert werden kann und welche Gründe man für einen Angriffskrieg heranziehen könnte."
Die Motive des Mannes für seine Indiskretion sind noch unklar, die Angaben scheinen jedoch stichhaltig und glaubwürdig.
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