Es ist ja nun nicht das erste Mal, dass in den MNs ein amtierender Regierungschef per Volkszählung seine Staatsbürgerschaft verliert. Die Art und Weise, wie solche Vorgänge simon vermittelt werden, kam mir allerdings immer schon etwas unbeholfen vor. Meistens spricht man (wie jetzt auch wieder) vom plötzlichen, spurlosen "Verschwinden" des Regierungschefs, das sich niemand erklären kann. In Astor hat man bei der Gelegenheit sogar mal einen etwas verworrenen Entführungsfall nachgeschoben, der sehr kritisch aufgenommen wurde.
Denn wenn man es realistisch betrachtet: Wie wahrscheinlich ist es, dass ein rund um die Uhr bewachter Präsident oder Premierminister einfach so verschwindet? Auch wenn ich mich dunkel erinnere, dass so ein Fall IRL tatsächlich mal irgendwo vorgekommen ist, passiert das vermutlich nicht öfter als einmal in fünfhundert Jahren.
Für die Zukunft würde ich daher Folgendes vorschlagen: Sofern ein amtierender PM (oder auch Minister) auf irgendeine Weise seine Staatsbürgerschaft verliert, sollten wir simon davon ausgehen, dass er damit zugleich seinen Rücktritt bei der Königin eingereicht hat. Rücktrittsersuchen sind ja bei uns zum Glück nicht öffentlich, so dass wir den Eingang eines entsprechenden Schreibens - "aus gesundheitlichen Gründen"
- einfach unterstellen können.
Das würde uns auch diverse konstitutionelle Probleme ersparen, die wir gerade im House of Commons beobachten können. Abgesehen davon, dass eine Motion of no confidence meiner Ansicht nach ohne Aussprache abgestimmt wird (so wäre es zumindest IRL), erscheint es doch sonderbar, jemandem das Misstrauen aussprechen zu lassen, der in gewisser Weise schon nicht mehr im Amt ist. Würde, wie von mir vorgeschlagen, der Rücktritt in solchen Fällen automatisch erfolgen, hätte die Queen gleich freie Hand für die Ernennung eines Nachfolgers.