"Verschwinden" des Premierministers

  • Es ist ja nun nicht das erste Mal, dass in den MNs ein amtierender Regierungschef per Volkszählung seine Staatsbürgerschaft verliert. Die Art und Weise, wie solche Vorgänge simon vermittelt werden, kam mir allerdings immer schon etwas unbeholfen vor. Meistens spricht man (wie jetzt auch wieder) vom plötzlichen, spurlosen "Verschwinden" des Regierungschefs, das sich niemand erklären kann. In Astor hat man bei der Gelegenheit sogar mal einen etwas verworrenen Entführungsfall nachgeschoben, der sehr kritisch aufgenommen wurde.

    Denn wenn man es realistisch betrachtet: Wie wahrscheinlich ist es, dass ein rund um die Uhr bewachter Präsident oder Premierminister einfach so verschwindet? Auch wenn ich mich dunkel erinnere, dass so ein Fall IRL tatsächlich mal irgendwo vorgekommen ist, passiert das vermutlich nicht öfter als einmal in fünfhundert Jahren.

    Für die Zukunft würde ich daher Folgendes vorschlagen: Sofern ein amtierender PM (oder auch Minister) auf irgendeine Weise seine Staatsbürgerschaft verliert, sollten wir simon davon ausgehen, dass er damit zugleich seinen Rücktritt bei der Königin eingereicht hat. Rücktrittsersuchen sind ja bei uns zum Glück nicht öffentlich, so dass wir den Eingang eines entsprechenden Schreibens - "aus gesundheitlichen Gründen" ;) - einfach unterstellen können.

    Das würde uns auch diverse konstitutionelle Probleme ersparen, die wir gerade im House of Commons beobachten können. Abgesehen davon, dass eine Motion of no confidence meiner Ansicht nach ohne Aussprache abgestimmt wird (so wäre es zumindest IRL), erscheint es doch sonderbar, jemandem das Misstrauen aussprechen zu lassen, der in gewisser Weise schon nicht mehr im Amt ist. Würde, wie von mir vorgeschlagen, der Rücktritt in solchen Fällen automatisch erfolgen, hätte die Queen gleich freie Hand für die Ernennung eines Nachfolgers.

    Gale Abercrombie
    Former Minister and MP for Winhall & Windhag

  • Dafür.

    His Grace
    The Duke Jonathan of Baliho
    Baron Mayweather, KD

    Knight Companion of The Most Exalted and Most Ancient Order of the Dragon of Albernia
    Former Lord High Chancellor

    Former Prime Minister

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  • Quote

    Original von Gale Abercrombie
    Abgesehen davon, dass eine Motion of no confidence meiner Ansicht nach ohne Aussprache abgestimmt wird (so wäre es zumindest IRL)


    War beim letzten Motion of confidence meiner Erinnerung nach auch so, ich wollt aber nicht schon wieder auf Hygswitch als Speaker rumhacken ;)

    Ansonsten: Zustimmung!

    Sir Jonathan R. Skirrow, GCTO

  • Kannste ruhig ich bin zugegebenermaßen nen lausiger Speaker, werden den Job jedenfalls nicht nochmal übernehmen. Aber ich bin auch nit der Typ der Abdankt...vor allem nit in zeiten derart problematischer Aktivität.


    Sir Henry Willburn Hygswitch, KD

  • Ich bin ebenfalls dafür. Wir nehmen das nach ner Wahlniederlage ja auch an, also kann man es in solchen Fällen auch machen, das ist sauberer.

    The Most Honourable
    Lord Rhodi Paerrycen, KD, MP
    Prime Minister of Albernia
    (Courtesy) Marquess of Kelyragh

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  • Die Lösung ist angemessen elegant, also bin ich dafür.

    Sir Quincy MacDonald KD
    Former Prime Minister and MP
    Chief of Clan MacDonald

    sig_dyfflinfc.png

    Dyfflin F.C. / C.P. Dhuibhlinne
    Honorary President / Uachtarán Oinigh

  • Ist es jetzt also Konsens, dass der Prime Minister, also auch dieser, mit dem Tag der Verlust der Staatsbürgerschaft zurückgetreten ist? Kann ich also nun als "Acting Prime Minister" auftreten? :D

    Sir Jonathan R. Skirrow, GCTO

  • Quote

    Original von Gale Abercrombie
    Für die Zukunft würde ich daher Folgendes vorschlagen


    Alles klar? ;)

    Für jetzt wurde ja schon eine andere Simulation mit plötzlichem Verschwinden angefangen. Da passt ein Rücktritt nicht mehr wirklich rein.

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    Patrick Botherfield
    Liberal Democrat Leader

  • Quote

    Original von Patrick Botherfield


    Alles klar? ;)


    Thx :D

    Quote

    Für jetzt wurde ja schon eine andere Simulation mit plötzlichem Verschwinden angefangen. Da passt ein Rücktritt nicht mehr wirklich rein.


    Dann sollten sich die Queens vielleicht mal um eine zügige Entlassung bemühen ;)

    Sir Jonathan R. Skirrow, GCTO

  • Ich finde die Lösung grundsätzlich gut, aber ich habe ein Problem mit den "gesundheitlichen Gründen". Für mich wäre es durchaus vorstellbar, dass wir im Falle des verschwundenen Premierministers eine Strafkomponente einbauen, die in einer neuen General Elections besteht. Denn zumindest ich wähle bei GEs nicht in erster Linie eine Partei, sondern einen Premierminister (auch wenn das RL nicht Sinn der Sache ist, ist es doch VL ein entscheidendes Kriterium, oder?).

    Quote

    Original von Gale Abercrombie
    Abgesehen davon, dass eine Motion of no confidence meiner Ansicht nach ohne Aussprache abgestimmt wird (so wäre es zumindest IRL), erscheint es doch sonderbar, jemandem das Misstrauen aussprechen zu lassen, der in gewisser Weise schon nicht mehr im Amt ist.


    Ich war mir nicht ganz sicher, aber mein bester Freund Google vermittelte mir sehr stark den Eindruck, dass es im UK sehr wohl "Confidence Debates" gäbe. Wenn ich mich recht entsinne, ist diese Form der Debatte sogar Bestandteil eines Informationsdokumentes der Houses of Parliament gewesen - in der allerdings auch betont wird, dass der Prime Minister und der Leader of the Opposition in diesen Debatten das Wort ergreifen. ;)

    Lady Teri H. Shark, LD
    Former Prime Minister

    I never deny, I never contradict. I sometimes forget.

  • Quote

    Original von Sir Quincy MacDonald
    Queens? Haben wir jetzt mehrere? :D


    Die Verwendung des Plurals für Her Majesty stammt nicht von mir, sondern wurde mal von Lady Teri eingeführt ;)

    Quote

    Original von Lady Teri Shark
    Ich finde die Lösung grundsätzlich gut, aber ich habe ein Problem mit den "gesundheitlichen Gründen". Für mich wäre es durchaus vorstellbar, dass wir im Falle des verschwundenen Premierministers eine Strafkomponente einbauen, die in einer neuen General Elections besteht. Denn zumindest ich wähle bei GEs nicht in erster Linie eine Partei, sondern einen Premierminister (auch wenn das RL nicht Sinn der Sache ist, ist es doch VL ein entscheidendes Kriterium, oder?).


    Bei einer Volkszählung stehen die General Elections sowieso bevor. Aber von mir aus können wir die dann in Zkunft gerne um drei Tage vorziehen :D

    Sir Jonathan R. Skirrow, GCTO

  • Erschreckenderweise verschwinden Premierminister ja auch so - erinnert sei an Hammersmith. ;)

    Lady Teri H. Shark, LD
    Former Prime Minister

    I never deny, I never contradict. I sometimes forget.

  • Quote

    Original von Lady Teri Shark
    Ich finde die Lösung grundsätzlich gut, aber ich habe ein Problem mit den "gesundheitlichen Gründen". Für mich wäre es durchaus vorstellbar, dass wir im Falle des verschwundenen Premierministers eine Strafkomponente einbauen, die in einer neuen General Elections besteht.

    Und wie willst du das rechtlich begründen? Der Prime Minister verliert seine Staatsbürgerschaft, und als Reaktion darauf wird das House of Commons aufgelöst? Ich sehe da keinen sinnvollen Zusammenhang. Abgesehen davon wirkt sich eine GE auf die regierende Partei nicht unbedingt "strafend" aus - siehe den aktuellen Fall. Sie kann ebenso gut stabilisierend wirken und den neuen Prime Minister stärken. Und ein enormer Aufwand ist damit in jedem Fall verbunden.


    Quote


    Ich war mir nicht ganz sicher, aber mein bester Freund Google vermittelte mir sehr stark den Eindruck, dass es im UK sehr wohl "Confidence Debates" gäbe. Wenn ich mich recht entsinne, ist diese Form der Debatte sogar Bestandteil eines Informationsdokumentes der Houses of Parliament gewesen - in der allerdings auch betont wird, dass der Prime Minister und der Leader of the Opposition in diesen Debatten das Wort ergreifen. ;)

    Ok, ich bin mir jetzt auch nicht mehr ganz sicher. Meine Anmerkung war auch nicht als Vorwurf an Henry oder dich gedacht. Es gab schließlich bereits einen Präzedenzfall, also war es sicher richtig, das wieder so zu machen. Und nachdem es nun schon eingeführt ist, werden wir wohl bei den "Confidence Debates" bleiben.

    Gale Abercrombie
    Former Minister and MP for Winhall & Windhag

  • Quote

    Original von Gale Abercrombie
    Und wie willst du das rechtlich begründen? Der Prime Minister verliert seine Staatsbürgerschaft, und als Reaktion darauf wird das House of Commons aufgelöst? Ich sehe da keinen sinnvollen Zusammenhang. Abgesehen davon wirkt sich eine GE auf die regierende Partei nicht unbedingt "strafend" aus - siehe den aktuellen Fall. Sie kann ebenso gut stabilisierend wirken und den neuen Prime Minister stärken. Und ein enormer Aufwand ist damit in jedem Fall verbunden.


    Der Aufwand sollte grundsätzlich kein Argument gegen Wahlen sein, wo kämen wir denn dann hin? ;)

    Na ja, der Prime Minister muss ja nicht aus gesundheitlichen Gründen entlassen werden; er kann ja auch feststellen, dass seine Partei ihn nicht mehr ausreichend unterstützt und der Königin einen Nachfolger vorschlagen (Thatcher/Major). Diese müsste ihn ja nicht zwangsläufig annehmen, sondern könnte das HoC auflösen.

    Lady Teri H. Shark, LD
    Former Prime Minister

    I never deny, I never contradict. I sometimes forget.

  • Quote

    Original von Lady Teri Shark
    Erschreckenderweise verschwinden Premierminister ja auch so - erinnert sei an Hammersmith. ;)


    In dem Fall verlieren sie aber ihre Staatsbürgerschaft nicht. ;)

    Wie Skirrow sagte, interessant ist wirklich nur der Zeitraum nach einer Volkszählung und dann stehen sowieso General Elections unmittelbar bevor.

    libdem_sig.png

    Patrick Botherfield
    Liberal Democrat Leader

  • Quote

    Original von Lady Teri Shark
    Der Aufwand sollte grundsätzlich kein Argument gegen Wahlen sein, wo kämen wir denn dann hin? ;)


    Wir sind hier in Albernia - da ist das ein Argument. ;)

    Quote

    Na ja, der Prime Minister muss ja nicht aus gesundheitlichen Gründen entlassen werden; er kann ja auch feststellen, dass seine Partei ihn nicht mehr ausreichend unterstützt und der Königin einen Nachfolger vorschlagen (Thatcher/Major). Diese müsste ihn ja nicht zwangsläufig annehmen, sondern könnte das HoC auflösen.


    Bei uns kann sie das nach dem AACL nicht - die Queen darf das HoL nur am Ende der Amtszeit oder auf Ersuchen des PM auflösen. Ich sehe das deswegen auch so, dass die Queen bei uns den Prime Minister zu ernennen hat, den ihr die Regierungsfraktion vorschlägt, sofern es eine Mehrheitsfraktion gibt. An die Idee eines Gleichstandes will ich jetzt nicht denken...

    Im übrigen bin ich für die gesundheitlichen Gründe, ich halte das für die sinnvollste Lösung. Schließlich würde man selbst bei mangelnder Unterstützung wohl kaum mit dieser Argumentation seinen Hut nehmen.

    The Most Honourable
    Lord Rhodi Paerrycen, KD, MP
    Prime Minister of Albernia
    (Courtesy) Marquess of Kelyragh

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