Die Krönung Nicolás II. fand am 1. April 2007 in der Catedral de San Álvaro y Pau zu Bellea statt. Sie markierte den sichtbaren Abschluss der monarchischen Restauration nach dem Tod des Caudillo Juan Luis Santiago und der Machtübernahme des Königs im Dezember 2006.
Hintergrund
Juan Luis Santiago starb am 28. November 2006 in Terrea. Sein Testament bestimmte Don Nicolás Alfonso Estanislao Pauliño María de Pardo y Torres zum Nachfolger. Nach dem gescheiterten Machtversuch Corazon Santiagos übernahm Nicolás II. am 21. Dezember 2006 die Staatsgewalt.
Mit der Ley Orgánica del Estado vom 25. Dezember 2006 wurde die Stellung des Königs als höchste politische und administrative Gewalt festgeschrieben. Die Krönung am 1. April 2007 verlieh dieser Ordnung ihre sakrale und dynastische Form.
Einzug
Der Erzbischof ging den Mittelgang entlang und blieb vor dem Hauptportal der Kathedrale stehen. Zwei Soldaten der königlichen Garde öffneten die schweren Flügeltüren, durch die das Licht der Nachmittagssonne in die Kathedrale fiel.
Don Nicolás betrat die Kathedrale in einer purpurnen Robe, begleitet von Gardisten in historischen Uniformen. Ihm folgten der Erzbischof von Bellea und seine Bischöfe, der Gran Mariscal de Reino, die Mariscales Reales von Heer und Luftwaffe, der Gran Almirante der Kriegsmarine sowie der Hochadel Coloneas.
Zum Hochadel gehörten der Großherzog von Beruña, die Herzöge von Vestilla und Jalépo sowie die Fürsten von Euscado und Mación.
Anerkennung durch die Stände
Nachdem der Monarch auf dem Thron neben dem Altar Platz genommen hatte, stellten sich Militär, Adel und Bischöfe an ihren vorgesehenen Orten auf. Der Erzbischof zeigte den Anwesenden Don Nicolás Alfonso Estanislao Pauliño María de Pardo y Torres als ihren unumstrittenen König.
Bischöfe, Adel und Militär erklärten nacheinander ihre Bereitschaft, Huldigung und Dienst zu leisten. Diese dreifache Anerkennung machte sichtbar, dass die Krone auf Kirche, Adel und Streitkräfte gestützt war.
Königseid
Der Erzbischof rief den König vor den Altar. Nicolás kniete nieder und versprach, die Völker des Königreiches Colonea und ihre Länder nach ihren jeweiligen Gesetzen und Bräuchen zu regieren.
Er schwor, Recht und Gerechtigkeit in Gnade zu bewirken und die Gesetze Gottes sowie die der heiligen Mutter Kirche zu wahren. Außerdem versprach er, die apostolisch-katholische Religion, die Niederlassungen der Kirche und deren Lehre, Verehrung, Disziplin und Regierung zu schützen.
Anschließend übergab der Erzbischof dem König eine Bibel mit den Worten, sie enthalte die Weisheit, die lebendigen Worte Gottes und das königliche Gesetz.
Salbung und Investitur
Nach Glaubensbekenntnis und liturgischen Handlungen legte der Monarch das purpurne Gewand ab. Vier Gardisten hielten einen Baldachin über ihn. Der Bischof von Valdetoro goss geweihtes Öl aus einer Phiole in Form eines Adlers in einen Löffel und reichte ihn dem Erzbischof.
Der Erzbischof salbte den König an Händen, Brust und Kopf. Danach wurde der Monarch in ein weißes, einfaches, ärmelloses Kleid und darüber in ein Gewand aus goldener Seide gekleidet.
Der Gran Mariscal de Reino präsentierte dem König das Staatsschwert. Der Erzbischof übergab Reichsapfel, Zepter Coloneas und Zepter Gran Meridias.
Krönung
Während der König die beiden Zepter hielt, krönte ihn der Erzbischof mit der San-Juan-Krone. Die Anwesenden riefen: Gott schütze den König. Vom Königspalast war Kanonenfeuer zu hören.
Die San-Juan-Krone wurde damit zum sichtbaren Symbol der wiederhergestellten Königsherrschaft.
Treueide
Nach der Krönung leisteten zunächst die Bischöfe, dann das Militär und schließlich der Adel ihre Treueide.
Die Bischöfe schworen Treue und Wahrheit gegenüber dem König, seinen Erben und Nachfolgern nach dem Gesetz. Die militärischen Führer gelobten, Leben, Königreich und Volk zu verteidigen und dem König gehorsam zu sein. Der Adel bekannte sich als Lehnsmann des Königs mit Leib und Seele und versprach Treue im Leben wie im Sterben.
Päpstlicher Legat
Nach den Eiden trat José Kardinal Pio als päpstlicher Legat in die Altarapsis und entrollte ein Pergament. Er überbrachte den Gruß und Segen des Papstes an Nicolás II. Das Schreiben betonte die Freude über die Rückkehr Coloneas zur Monarchie, die Hoffnung auf enge Beziehungen zum Heiligen Stuhl und die Treue des Königreiches zur katholischen und apostolischen Kirche.
Abschluss
Zum Abschluss wurde dem König ein purpurner Hermelinumhang umgelegt. Gefolgt von Klerus, Militär und Adel schritt er den Mittelgang hinunter. Die Gäste erhoben sich und sangen die Königshymne:
Venid Coloñoles
Al grito acudid.
Dios salve a la Rey-y,
Dios salve al país.
Als die Gardisten das Tor der Kathedrale öffneten, drang der Beifall des Volkes von draußen herein.